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Spenden helfen die Aufgaben zu finanzieren

Die Bitte um Spenden zur Bewältigung der Kosten im Zusammenhang mit der Tötung zweier Menschen und dem Brand in der Gemeinschaftsunterkunft in Kronach, folgten deutlich über 100 Menschen und Organisationen.

Spontan hatte Frau Langold zum Beispiel die Idee einen Spendenflohmarkt zu organisieren. Das war für viele eine einfache Gelegenheit sich an den Spenden zu beteiligen.

Die Intention von Frau langold war "einfach zu helfen", das hätte sie für jeden Menschen getan der so in Not ist, sagte sie. Insgesamt kamen dabei mehr als 700 € zusammen. 

Deutlich über 100 Spenden kamen dazu.
Wir, die Flüchtlingshilfe Kronach, bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich für die überwältigende Spendenbereitschaft. Europaweit zeigten Menschen nicht nur Betroffenheit sondern wollten helfen!

Spendenübergabe vom Spendenflohmarkt! Frau Langold und Mitglieder der Flüchtlingshilfe.

Kronacher Flüchtlingshilfe täglich im Einsatz

Der Verein kümmert sich seit Jahren um jene, die in Deutschland eine neue Heimat suchen. Dabei arbeitet man auch mit den Behörden gut zusammen.  

von Maria Löffler

KRONACH. Es war einmal ein Anruf... So beginnen viele Flüchtlingshelfergeschichten und sie enden meist in einer Lebensaufgabe, die man sich zu Herzen nimmt. Der Verein der Kronacher Flüchtlingshilfe kämpft dabei aufseiten derer, die in Deutschland erst einmal keine Stimme und wenig Rechte haben. Es ist ein Kampf, der täglich neu geführt werden muss. Und genau das tun nicht nur die 34 festen Mitglieder, sondern vor allem auch die Ehrenamtlichen, die sich mit Leib und Seele für diese Aufgabe engagieren.

Die Flüchtige aus unterschiedlichen Ländern, die hier in Deutschland nach einer neuen Heimat suchen, haben dafür unendlich viel in Kauf nehmen müssen. Die Kronacher Flüchtlingshilfe kümmert sich um sie, wird aktiv in vielen Bereichen.

Ein Beispiel macht klar, wie hoch der Bedarf an Helfern wirklich ist: „Ein junger Mann humpelt wegen Verletzungen an beiden Beinen mit seinen Krücken, einer Plastiktüte und einem Zettel in der Hand suchend durch Küps. Zwei Frauen erkennen, dass der Mann in einer Notlage ist, und bieten ihm ihre Hilfe an. Deutsche Sprache, Fehlanzeige. Aber er reicht den Frauen den Zettel hin, aus dem hervorgeht, dass er Flüchtling ist und den Weg in die Küpser Gemeinschaftsunterkunft sucht. Da die Tür der Unterkunft allerdings mit einem Eingangscode versehen ist, wenden sich die Frauen an die Nachbarin, die sich auch sonst rührend um Flüchtlinge kümmert. Zusammen mit einer weiteren Flüchtlingshelferin schaut die Nachbarin, was der Mann braucht, denn offensichtlich hat er außer seiner Plastiktasche mit ein paar Kleidungsstücken und dem, was er anhat, nichts. Ein Alarmruf über die WhatsApp-Gruppe der Flüchtlingshilfe ruft ein starkes Echo hervor.“ Franz-Josef Förster ist eigentlich Kassierer des Vereins, aber er übernimmt auch viele andere Aufgaben. Er hat lange Erfahrung, was organisatorische Dinge betrifft und seit einiger Zeit profitieren sogar die Behörden davon. „Die Ämter sind für uns keine Feinde. Sie haben Spielräume, wir haben Spielräume.“

Förster spricht von den langjährigen Erfahrungen, die er und die ganze Truppe durchlaufen haben. „Etwa zehn Menschen bilden unseren harten Kern.“ Jetzt wissen sie meist genau, welche Strippen sie ziehen müssen, oder wen sie fragen könnten. „Das war nicht immer so“, meint auch die Vorsitzende Barbara Heinlein. „Man wächst mit der Herausforderung. Dann fängt man an, etwas in Bewegung zu setzen, man wird immer mutiger, legt auch mal den Finger in die Wunde. Aber wir wissen, dass wir uns immer aufeinander verlassen können. Und wir haben gute Kontakte zum Jobcenter, zur Krankenkasse oder zum Landratsamt.“

Warum man überhaupt für Flüchtlinge einsteht, erklärt Angelika Rosenbauer-Chakwu: „Aus Nächstenliebe.“ Sie, die über die Arbeit mit Geflüchteten auch ihren Mann, einen Nigerianer, kennengelernt hat, bekam, bevor alles begann, ebenfalls einen Anruf: „Könntest du bitte mal jemand vom Bahnhof abholen?“ Seither habe es unzählige, emotionale Momente gegeben, viele Ängste, viel Leid, aber auch Freude. Galina Lenhardt bringt es auf den Punkt: „Du bist nicht alleine und das spürst du.“

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